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17.02.2017 08:47 Alter: 161 days

Ein Herz für gute Projekte

AktivRegion entscheidet über Vergabe von Fördermitteln im Osten des Kreises Segeberg


Imke Wolff, Regionalmanagerin der AktivRegion Alsterland stellte das Projekt Bildungslandkarte vor, das vom Beirat mit großem Interesse aufgenommen wurde.

Anke Last vom Landes-Imkerverband (rechts) informierte zum Thema Bienen und wie Zuschüsse dem Verband helfen, seinen Aufgaben nachzukommen. Fotos: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. Ideen austauschen, weiter entwickeln, hinterfragen – und am Ende mit Zuschüssen aus öffentlichen Töpfen bei der Realisierung helfen. Das Ziel verfolgt der Verein Holsteins Herz in der gleichnamigen "AktivRegion", die den Osten des Kreises Segeberg und Teile Stormarns erfasst. Am Mittwoch traf sich der Beirat des Vereins in der Imkerschule in Bad Segeberg.

Imke Wolff, Regionalmanagerin der AktivRegion Alsterland, stellte eines der bezuschussten Projekte vor: eine Bildungslandkarte. Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen könnten darauf schnell erkennen, wo außerhalb ihrer Einrichtungen Lernerfahrungen etwa im Sinne nachhaltiger Bildung im Bereich Natur möglich sind. Großes Interesse an der "Bildungslandkarte", die in der AktivRegion Alsterland entstand. Daran könnten sich auch die - ebenfalls im Kreis Segeberg tätigen - AktivRegionen Holsteins Herz und Auenland beteiligen, fanden die Beiratsmitglieder. Ein Schwerpunkt der AktivRegionen sei schließlich die Bildung. Erstaunen rief bei den Anwesenden hervor, das die Ausbildungsstätten von zertifizierten Kultur- und Landschaftsführern nicht deren Adressen dieser Personen weitergeben. Grund sei der Datenschutz.

Jens Kretschmer, Chef des Wege-Zweckverbandes (WZV), regte an, das Segeberger Stadtfest durch eine Anschubfinanzierung wieder zu beleben. Er könne sich dabei einen Schwerpunkt auf dem Gebiet der örtlichen Kultur vorstellen. Im vergangenen Jahr war das Stadtfest ausgefallen, weil das bisherige Konzept nicht mehr zu finanzieren war.

Das Außengelände seiner Rösterei in Bad Segeberg möchte Ralf Schaffer mit Hilfe von Zuschüssen instand setzen. Dort fänden im Sommer regelmäßig Konzerte statt, berichtete Schaffer. Statt eines Zeltes stelle er sich eine regelrechte Bühne vor, auf der auch einmal 60 Instrumentalisten spielen könnten.

Nicht aufgeben will Melanie Otto. Ihrem Projekt, die Rettung des Gasthofes Lokfelder Brücke in Barnitz (Stormarn), war vor einigen Jahren von Holsteins Herz schon ein Stück weit geholften worden. Eine Machbarkeitsstudie wurde finanziert. Leider mit dem Ergebnis, dass das Projekt sich nicht rechne, bedauerte sie. Allerdings habe sich nun ihr Konzept modifiziert, sodass es eine neue Chance der Realisierung gebe.

Fördermittel halfen auch den Imkern im Norden. Was aus Fördermitteln werden kann, zeigte Anke Last, Vorsitzende des Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker. Sie führte die Beiratsmitglieder durch die Imkerschule und das Außengelände, gab Informationen zu Zucht und Hege der Bienen und zeigte, was in der Vergangenheit mit Fördermitteln realisiert wurde.

Beiratsvoristzender Hans-Henning Uhde von Reichenbach zeigte sich erfreut über die eingegangenen Anträge. Er erinnerte daran, dass weiterhin Jugendprojekte mit bis zu 500 Euro gefördert werden können. Erst zwei Projekte seien in diesem Jahr anerkannt worden, insgesamt stehen 5.000 Euro bereit. Wer eine Idee hat, könne mit einem groben Konzept zur Regionalmanagerin gehen. Sie gibt Rat und Informationen, damit Anträge eine Chance auf Anerkennung haben.

Anträge sind zu richten an die Geschäftsstelle der LAG AktivRegion Holsteins Herz e. V. Segeberg-Stormarn, Hamburger Str. 109, 23795 Bad Segeberg. Auf eine erste Bewertung durch die Geschäftsstelle folge die weitere Bewertung durch den Beirat. Das letzte Wort hat dann der Vorstand der AktivRegion. Er entscheidet aufgrund eines Punktekatalogs, ob ein Projekt zuschussfähig ist oder nicht - und wie hoch die Förderung ausfallen könne. Die aktuelle Bewerbungsfrist läuft am 5. April aus. Informationen: www.holsteinsherz.de

Quelle: Segeberger Zeitung, den 17.02.17, von Detlef Dreessen